Hans-Josef Aengenendt
CDU Gemeinderverband Wachtendonk Wankum
Wachtendonk erweitert den Erlebnispfad

Noch mehr erleben soll der Besucher der Gemeinde Wachtendonk. Dafür ist dort ein Teil des Interreg-Projekts des Naturparks Maas-Schwalm-Nette umgesetzt worden. „Erlebnispfad Kulturlandschaft Wachtendonk-Nord“ heißt sie. Sie weist den Wanderer auf dem 10,5 Kilometer langen Weg durch elf Informationstafeln auf Sehenswürdigkeiten hin. „Pünktlich zur Saison ist diese Maßnahme abgeschlossen“, freut sich Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.

„Wir wollen kulturhistorische Elemente zugänglich und sichtbar machen“, erklärte Leo Reyrink, Geschäftsführer des Naturparks, bei der Vorstellung des Projekts. Dafür wurde eine neue App namens „Auf Spuren: Biografie einer Landschaft“ entwickelt. Sie widmet sich rund 350 kulturhistorischen Orten im deutsch-niederländischen Grenzgebiet. Das multimediale Angebot besteht aus Videos, Fotos, QR-Codes und Audioaufnahmen, bereitet die Kulturgeschichte digital auf und soll den Entdeckergeist der Besucher wecken. Wachtendonk will damit beim Tagestourismus neben dem Paddeln auf der Niers und dem Radwandern das Wandern nach vorne bringen. Die elf neuen Info-Tafeln des Erlebnispfads Nord stehen zum Beispiel am Rathaus in Wachtendonk, am Pulverturm, am Alten Wasserwerk am Fliethweg, an der Dorfstube Wankum und an der Selbstbedienungsfähre „Aiwa“, wo Niers und Nette zusammenfließen. Auf die Barrierefreiheit der Wege, so Bürgermeister Aengenendt, sei Wert gelegt worden. Nimmt man den schon bestehenden Naturlehrpfad im Süden hinzu, der jetzt Erlebnispfad Süd heißt, stehen den Wachtendonk-Besuchern auf insgesamt 14 Kilometern 21 Info-Tafeln zur Verfügung.

Die neue App gibt es laut Aengenendt kostenlos für alle Geräte und liefert die Informationen in deutscher, niederländischer und englischer Sprache. Der Kostenanteil Wachtendonks für die App beträgt insgesamt 25.200 Euro. Die Außenmaßnahme auf dem Erlebnispfad Nord kostete insgesamt 18.000 Euro, davon trägt Wachtendonk rund 4500 Euro, der Rest kommt als Zuschuss aus dem Interreg-Projekt.

Das ist insgesamt 1,1 Millionen Euro schwer und bezieht mit seinen Maßnahmen im Gebiet des Naturparks acht Kommunen mit ein. Auf niederländischer Seite sind unter anderem Venlo und Roermond dabei. Das größte Projekt wurde laut Reyrink in Brüggen realisiert. „Dort sind die Kasematten wieder zugänglich gemacht worden.“ Wachtendonk sei berücksichtigt worden als eine der wenigen Städte mit historischem Ortskern. „Es bildet das nordöstliche Pendant zu Thorn im Südwesten.“ In die App integriert wurde das Netzwerk aus Fahrrad- und Wanderrouten für das Gebiet zwischen der Landesgrenze und der niederländischen Provinz Limburg. Das erlaubt, Routen zu planen. Eine weitere Informationsmöglichkeit ist die Internetseite www.aufspuren.de. Außerdem ist ein Flyer über die Erlebnispfade erschienen. Er ist erhältlich in der Tourist-Information im Haus Püllen in Wachtendonk, Feldstraße 35, sowie als Download unter www.wachtendonk.de.